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Ereignisse
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18. Februar 2010 Grundschüler vermitteln im Streitfall

Sie
gehen in die 4. oder 5. Klasse der Steinweg-Grundschule und der
Grundschule Auf dem Seeberg, und sie wollen für Frieden sorgen. Dafür
wurden sie in der Jugendfreizeiteinrichtung Kleinmachnow zu
Streitschlichtern ausgebildet. Am 19. Februar erhielten sie von
Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert ihre Teilnahme-Urkunden
sowie die offiziellen roten Streitschlichter-T-Shirts. Damit können sie
nun abwechselnd ihren Dienst antreten und auf Bitten ihrer Mitschüler
aber auch aus eigenem Antrieb ihre Hilfe anbieten und vermitteln, wenn
es unter ihren Mitschülern tatsächlich zu Auseinandersetzungen kommt.
Bei
einer Auftaktveranstaltung im November 2009 erwarben die Schüler erste
Grundkenntnisse an zwei kompletten Schultagen. Anschließend vertieften
sie wöchentlich in ihrer Freizeit die Theorie und Praxis, andere Kinder
bei der Lösung Ihrer Konflikte zu begleiten. Gemeldet haben sie sich für diese Aufgabe freiwillig, vielfach wurden sie zuvor von Klassensprechern oder Lehrern vorgeschlagen.
Markus
Sander, in der Gemeinde für schulbezogene Sozialarbeit zuständig, hat
in Zusammenarbeit mit den Kooperationslehrerinnen Anke Schüler
(Seeberg) und Uta Dröge (Steinweg) die Ausbildung und das Training der
Jungen und Mädchen übernommen. Bei einer Streitschlichtung geht es
darum, eine sogenannte „Win-Win-Situation“ zu schaffen, wie Felix und
Felix, zwei der frischgebackenen Streitschlichter berichteten, denn am
Ende soll es immer zwei Gewinner geben.
Streitschlichtung funktioniert in fünf Phasen, erklärten sie weiter: Zuerst
werden Regeln aufgestellt, also nicht prügeln und ausreden lassen. Dann
sollen die Sichtweisen erklärt werden, das heißt, die Streithähne
berichten aus ihrer Sicht, wie es zum Konflikt kam. Nun sind Gefühle zu
vermitteln. Die Kontrahenten sollen sich dabei in den jeweils anderen
hineinversetzen, um herauszufinden, welche Bedeutung die Situation für
ihn hat. Anschließend gilt es, gemeinsam Lösungen zu suchen und am Ende
steht der Blick in die Zukunft. Dazu muss jeder aufschreiben, was er
sich vom anderen wünscht und was er selbst für ihn tun kann.
Bürgermeister
Michael Grubert zeigte sich schwer beeindruckt vom
Streitschlichter-Projekt und lobte das Engagement der Schüler: „Das ist
eine tolle Sache, denn es geht darum zu zeigen, dass man sich
gegenseitig mit Respekt behandelt.“
Er gratulierte Vivien,
Julia, Luise, Quentin, Jakob, Louis, Erik, Annemarie, Tim, Felix,
Hannah, Maryam, Felix und Laurids von der Grundschule Auf dem Seeberg sowie
Louise, Kathleen, Luise, Amelie, Lena, Jakob, Lennart, Anna, Tim,
Luisa, Luisa, Michelle von der Steinweg-Grundschule zu ihrer
Entscheidung, Streitschlichter zu werden, denn diese Erfahrung werde
ihnen sicher auch im späteren Leben hilfreich sein.
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